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Monthly Archive Juli 2017

ByDr. med. A. Graf

Frühlingsmüdigkeit

Raus aus der Bude, raus aus den Federn

Müdigkeit, insbesondere Ende Winter und zu Beginn des Frühlings ist ein häufiges, unspezifisches Symptom in der Arztpraxis. Häufig genügt es, mit Bewegung und Spaziergänge am Sonnenlicht den Hormonhaushalt anzukurbeln. Sportler sollten ihr Betätigungsfeld deshalb von der Halle in die Natur verlegen.
Richten Sie Ihren Tagesrhythmus nach der Sonne. Ideal wäre es, früh ins Bett zu gehen und morgens früh aufzustehen, denn nur mit genügend Tageslicht kann unser Körper genügend vom Glückshormon Serotonin herstellen und das winterliche Schlafhormon Melatonin abbauen.

Vitamine und gesunde Kost

Bei der Hormonumstellung im Frühling braucht der Körper mehr Vitalstoffe und Eiweiss als sonst. Bevorzugen Sie deshalb Obst, Gemüse und Vollkornprodukte. Mit Milchprodukten, Fleisch und Fisch decken Sie den erhöhten Eiweissbedarf ab. Bei andauernder Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Konzentrationsstörungen können Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente helfen.

Bei anhaltender oder ausgeprägter Symptomatik

Bei sehr ausgeprägter und anhaltender Symptomatik wird eine ärztliche Beurteilung dringend empfohlen. Speziell muss ein Eisenmangel oder eine andere schwerwiegendere Krankheit ausgeschlossen werden.

Dr. med. Andreas Graf, Arzt in Ruswil, Nov 2016

ByDr. med. A. Graf

Grippeimpfung

Hohes Fieber und Gliederschmerzen

Die echte Virusgrippe beginnt akut mit hohem Fieber und Schüttelfrost. Der Infizierte fühlt sich sehr krank, hat starke Kopf- und Gliederschmerzen, oftmals auch Schnupfen, Husten, Hals- und Schluckweh sowie Schwindelgefühle. Bei Kindern können zusätzliche Symptome wie Übelkeit, Erbrechen und Durchfall hinzukommen. Bei der Erkältung sind die Symptome weniger ausgeprägt und die Temperatur ist nur leicht erhöht.

Wann impfen?

Schützen Sie sich und Ihr Umfeld vor einer Grippeinfektion mit der Grippeimpfung, am besten zwischen Mitte Oktober und Mitte November, insbesondere wenn Sie zu von der WHO benannten Risikogruppen gehören. Im Falle einer Grippewelle macht auch eine „späte Impfung“ Sinn, da sich der Impfschutz bereits innerhalb von zwei Wochen aufbaut.

Wer sollte sich impfen lassen (Risikogruppen)?

  • Alter über 65 Jahre
  • Aus beruflichen Gründen viel mit Menschen zu tun (z.B. Erzieher/in, Lehrer/in, medizinisches Personal)
  • Chronische Erkrankung
  • Diabetes mellitus oder andere Stoffwechselerkrankungen
  • Geschwächtes Immunsystem oder HIV-Infektion
  • Herz-Kreislauf- oder Atemwegserkrankung
  • Mangel an roten Blutkörperchen (Anämie)

Weitere Informationen

Weiterführende Imformationen finden Sie unter www.grippe.ch.
Allgemeine Informationen zu Impfungen.
Bei Fragen stehen Ihnen unser Team gerne zur Verfügung.

Dr. med. Andreas Graf, Arzt in Ruswil, Nov 2016

ByDr. med. A. Graf

Hautkrebs

In der Schweiz erkranken pro Jahr etwa 1900 Menschen an einem malignen Melanom. Diese bösartige Veränderung der Haut gehört zu den am häufigsten auftretenden Krebsarten und betrifft zunehmend auch Patienten jünger als 50 Jahre. Weltweit liegt die Schweiz hinter Australien und Neuseeland an 3. Stelle, in Europa an erster Stelle.In der Schweiz hat sich die Häufigkeit in den letzten 20 Jahren verdoppelt.

Verdächtige Merkmale

Etwa ein Drittel aller Melanome entstehen aus vorbestehenden Muttermalen. Verdächtige Hautveränderungen sollten immer ärztlich beurteilt und untersucht werden. Die Hautuntersuchung ist ein wesentlicher Bestandteil der Checkup-Untersuchung. Weiterführende Informationen finden Sie u.a. bei der Krebsliga.

Verdächtig oder dringend kontrollbedürftig gelten folgende Hautveränderungen:

A Asymmetrie: nicht symmetrisch, beispielsweise nicht rund oder oval
B Begrenzung: unregelmäßig oder unscharf
C Color (Farbe): unterschiedlich starke Pigmentierung, Mehrfarbigkeit
D Durchmesser: größer als 5 mm
E Erhabenheit/Entwicklung: neu und in kurzer Zeit entstanden

Solarien

Die Bestrahlung im Solarium ist eine zusätzliche UV-Belastung für den Körper und eignet sich entgegen der allgemeinen Meinung nicht als Vorbereitung auf natürliche Sonnenbestrahlung.

Empfehlung

  • Keine direkte Sonnenexposition zwischen 11 und 15 Uhr
  • Tragen von Hut, Sonnenbrille und Kleider
  • Auftragen von Sonnenschutzmittel mit hohen LSV (LSV > 30)
  • Keine Solariumbesuche

Dr. med. Andreas Graf, Arzt in Ruswil, Nov 2016

ByDr. med. A. Graf

Heuschnupfen

Wenn’s juckt in der Nase

Endlich zeigen sich im Frühling die ersten wärmenden Sonnenstrahlen und schon beginnt die Nase zu jucken und die Augen zu tränen. Dieser „Heuschnupfen“ ist eine Überempfindlichkeit auf harmlose Pollen und entsteht durch einen Fehlalarm des Immunsystems. Dieses erkennt Pollen als vermeintlich gefährliche Eindringlinge und wehrt sich mit der Bildung von Antikörpern. Die häufigsten Allergien verursachenden Pflanzen sind im Frühling die Hasel, Birke, Erle und Esche und im Sommer Gräser und Beifuss. Mit einfach durchzuführenden Blut- oder Hauttests können die auslösenden Pollen sicher verifiziert werden.

«Pollen Search» – Pollenflug-App für Ihr iPhone

Verschaffen Sie sich mit «Pollen Search» schnell einen Überblick über die aktuelle Pollenbelastung. Die App zeigt Ihnen an, welche Pollen in welcher Menge in der Schweizer Luft sind.

Therapie

Therapeutisch stehen heute mit den Antihistaminika gut wirksame Medikamente zur Verfügung. Sollte der Einsatz dieser Medikamente nicht genügen, kann in schweren Fällen eine Immunotherapie durchgeführt werden. Bei dieser mehrere Monate bis Jahre dauernden Therapie wird der Körper langsam an immer höhere Allergenkonzentrationen gewöhnt.

Tipps

  • Bei Tagen mit starkem Pollenflug Fenster schliessen und auf Sport im Freien verzichten
  • Fenster beim Auto fahren geschlossen halten (Pollenfilter für die Belüftungsanlage)
  • Sonnenbrille tragen
  • Ausgedehnte Spaziergänge auf Regentage verlegen
  • Oft die Hände waschen, insbesondere nach Aufenthalten im Freien
  • Vor dem Schlafen gehen duschen und die Haare waschen, um die eingefangenen Pollen auszuwaschen
  • Kleider nicht im Schlafzimmer ausziehen
  • Kopfkissen tagsüber mit einem Frottetuch zudecken

Weiterführende Informationen

Weiterführende Informationen finden Sie unter www.pollenundallergie.ch.

Dr. med. Andreas Graf, Arzt in Ruswil, Nov 2016

ByDr. med. A. Graf

Impfungen

Impfen – nicht nur was für Kinder

Impfungen sind vorbeugende Massnahmen und schützen sehr effektiv gegen Krankheiten wie zum Beispiel Diphtherie, Starrkrampf, Keuchhusten, Kinderlähmung, Haemophilus influenzae-Infektion. Seit der Einführung dieser sehr effektiven Impfstoffe ist die Häufigkeit von solchen Krankheiten stark zurückgegangen.
Lassen Sie Ihre Kinder deshalb gemäss dem schweizerischen Impfplan impfen. Um einen effektiven Impfschutz erreichen zu können, sind in der Regel eine oder mehrere Auffrischimpfungen notwendig.
Auch Erwachsenen wird empfohlen, den Impfstatus in regelmässigen Abständen überprüfen und allenfalls die notwendigen Auffrischimpfungen vorzunehmen zu lassen. Dies gilt grundsätzlich, insbesondere aber vor längeren Reisen oder Auslandaufenthalten.

Basisimpfungen

Diphterie

Diphterie ist eine bakterielle Infektionskrankheit. Oftmals beginnt die Krankheit harmlos mit Halsschmerzen um dann aber rasch einen lebensbedrohlichen Verlauf zu nehmen. Im Rachenraum bilden sich Membranen, welche in schlimmsten Fall die Atemwege verlegen können. In der Schweiz ist diese Krankheit zum Glück sehr selten geworden. Sie ist aber in anderen Ländern, vor allem in Osteuropa, noch stark verbreitet. Die Grundimmunisierung umfasst 4 Impfungen (2 Mt, 4 Mt, 6 Mt und 18 Mt).

Tetanus (Starrkrampf)

Bereits bei kleinsten Verletzungen (z.B. Verletzung an einem Holzsplitter, einem Dorn oder einem rostigen Nagel) können Starrkrampfbakterien, welche überall vorkommen, in den Körper gelangen. Die eingebrachten Erreger bilden ein Toxin (Giftstoff) welches dann für die Symptome verantwortlich ist. Bei einer Tetanuserkrankung kommt es zu einer Lähmung der gesamten Muskulatur, also auch der Atemmuskulatur. Die Latalität ist sehr hoch. Weltweit sterben weiterhin jedes Jahr über eine Million Menschen an Tetanus. Die Grundimmunisierung beim Säugling ist nach insgesamt 4 Impfungen (2 Mt, 4 Mt, 6 Mt und 18 Mt) abgeschlossen. Auffrischimpfungen im Kindesalter und auch bei den Erwachsenen sollten in regelmässigen Abständen durchgeführt werden.

Pertussis (Keuchhusten)

Keuchusten ist eine akute, sehr ansteckende Erkankung der Atemwege und ist verbunden mit sehr heftigen, lange andauernden Hustenanfällen. Die Erkankungsdauer erstreckt sich in der Regel über mehrere Wochen. Für Säuglinge und Kleinkinder kann diese Krankheit lebensgefährlich werden. Die Grundimmunisierung erfolgt mit 4 Impfungen (2 Mt, 4 Mt, 6 Mt und 18 Mt). Auffrischimpfungen im Kindesalter und auch bei den Erwachsenen sollten in regelmässigen Abständen durchgeführt werden.

Poliomyelitis (Kinderlähmung)

Verursacher der Kinderlähmung sind die Polioviren. Häufig verläuft die Erkrankung asymtomatisch. Kommt es allerdings zu der „papalytischen Form“, treten oftmals schwere, meist bleibende Lähmungen auf.
Im Jahr 2002 hat die WHO ganz Europa für poliofrei erklärt. In einigen Ländern Asiens und Afrikas treten aber weiterhin Poliofälle auf. Die Grundimmunisierung erfolgt mit 4 Impfungen (2 Mt, 4 Mt, 6 Mt und 18 Mt). Im Jugendalter sollte noch eine 5. Auffrischimpfung durchgeführt werden. Spätere Auffrischimpfungen sind nur noch in speziellen Situationen nötig, zum Beispiel bei Reisen in Länder, in denen es weiterhin Fälle von Kinderlähmung gibt.

Hib ( Haemophilus influenzae Typ b

Die Haemophilus-influenzae-Bakterien besiedeln bereits ab dem Säuglings- und Kleinkindealter den Nasen-Rachen-Raum und sind gefürchtet, weil sie eine lebensbedrohende Hirnhaut- (Meningitis) und Kehlkopfentzündung (Epiglottitis) auslösen können. Gefährlich sind diese Bakterien insbesondere für Kinder bis 5 Jahre, da in den frühen Lebensjahren noch nicht genügend Abwehrstoffe gegen diese Bakterien vorhanden sind. Es ist deshalb sehr wichtig, die Grundimmunisierung mit insgeamt 4 Impfdosen ab dem 2. Lebensmonat durchzuführen.

Masern

Masern ist eine virale Infektionskrankheit, die ausserordentlich ansteckend ist. Die Übertragung erfolgt vorwiegend durch Husten und Niesen. Durch die leichte Übertragbarkeit führt fast jeder Kontakt mit einem Erkrankten zu einer Ansteckung. Die Erkrankung beginnt wie eine Erkältung mit Husten, Schnupfen und einer Bindehautentzündung, gefolgt von hohem Fieber und dem typischen Hautausschlag (Masernexanthem). Komplikationen, welche recht häufig auftreten, sind Lungen-, Mittelohr- oder Hirnhautentzündungen. Durch eine Impfung mit 12 Monaten und 24 Monaten kann eine sehr gute Immunität gegen diese Krankheit aufgebaut werden.

Mumps

Mumps, auch Ziegenpeter genannt, ist ebenfalls eine virale Erkrankung, welche aber deutlich weniger ansteckend ist, als zum Beispiel Masern. Auch die Mumps-Viren werden durch Husten und Niesen übertragen. Bei der Erkrankung findet man ein- oder beidseitige Schwellung der Ohrspeicheldrüse, nicht selten auch eine Hirnhautentzündungen. Gelegentlich kommt es zu einer Bauchspeicheldrüsenentzündung oder einer Entzündung des Hörnerves, welche zu bleibenden Hörschäden führen kann. Bei männlichen Erkrankten kann es zu einer schmerzhaften Hoden- oder Nebenhodenentzündung kommen. Durch eine Impfung mit 12 Monaten und 24 Monaten kann eine sehr gute Immunität gegen diese Krankheit aufgebaut werden.

Röteln

Eigentlich sind die Röteln für Kinder eine harmlose Krankheit. Die Übertragung erfolgt wie bei den Masern oder beim Mumps als Tröpfcheninfektion. Trotzdem sollten bereits die Kleinkinder geimpft werden. Warum? Geimpft wird deshalb, weil die WHO eine Ausrottung der Rötelnembryopathie in Europa anstrebt. Steckt sich nämlich eine Schwangere an, so kann das Virus beim ungeborenen Baby Blindheit, Taubheit, Herzfehler und Hirnschäden verursachen. Es wird deshalb eine zweimalige Impfung empfohlen. Eine erste Impfdosis wird mit 12 Monaten, die zweite Dosis mit 24 Monaten verabreicht.

Ergänzende Impfungen

FSME

Bei der FSME handelt es sich um eine durch Zecken übertragene Krankheit. 7 bis 14 Tage nach dem Stich einer mit dem FSME-Virus infizierten Zecke kann es in einer ersten Krankheitsphase zu einem grippeartigen Krankheitsbild kommen. Sehr oft treten allerdings keine Krankheitszeichen auf.Bei 5 bis 15% der Erkrankten kommt es nach einem beschwerdefreien Zeitraum zum Befall des zentralen Nervensystems mit Kopfschmerzen, Lichtscheu, Schwindel, Konzentrations- und Gehstörungen.
Gegen die FSME steht eine sehr gut wirksame und verträgliche Impfung zur Verfügung. Um eine gute Grundimmunisierung zu erreichen, sind 3 Impfdosen notwendig.

Hepatitis A

Hepatitis A ist eine infektiöse Leberentzündung, welche durch das Hepatitis A-Virus ausgelöst wird. Die Übertragung erfolgt durch verunreinigtes Trinkwasser oder ungenügend gekochte Nahrungsmittel. Die Ansteckung erfolgt vor allem in Ländern mit ungünstigen hygienischen Verhältnissen (Asien inkl. Türkei, gesamter afrikanischer Kontinent, Mittel- und Südamerika, Osteuropa). In der Schweiz ist das Risiko, an einer Hepatitis A zu erkranken, gering.
Bei Erwachsenen verursacht die Hepatitis-A-Infektion eine Gelbsucht, verbunden mit Appetitlosigkeit, Übelkeit, Fieber, starker Müdigkeit und Krankheitsgefühl. Üblicherweise tritt nach ein paar Wochen bis Monaten eine Spontanheilung ein. Allerdings kann sich selten bei einer vorgeschädigten Lebererkrankung eine kritische Heptatitis entwickeln. Bei Kindern verläuft die Infektion meistens mild. Die Impfung schützt sehr effektiv vor einer Hepatitis A-Infektion und ist sehr gut verträglich. Nach der ersten Impfung wird eine 2. Impfung (Booster) nach 6-12 Monaten empfohlen.

Hepatitis B

Hepatitis B ist eine infektiöse Leberentzündung, ausgelöst durch das Hepatitis-B-Virus. Die Übertragen des sehr ansteckenden Hepatitis B-Virus erfolgt durch Kontakt mit Körperflüssigkeiten (insbesondere Blut und Genitalsekrete) infizierter Personen. Die Hepatitis B ist weltweit die häufigste Infektionskrankheit.
45 bis 180 Tage nach der Infektion treten beim Erkrankten klassischerweise unspezifische Allgemeinsymptome wie Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, gelegentlich auch Gelenkschmerzen, Fieber und ein Hautausschlag auf. Eine Gelbsucht tritt nicht immer auf. Meistens heilt die akute Hepatitis B vollständig aus. Bei zirka 5 – 10 % der Personen, die sich als Erwachsene angesteckt haben und bei 90% der Säuglinge, die während der Geburt infiziert wurden, entwickelt sich jedoch eine chronische Hepatitis B.
Die Impfung gegen Hepatitis B schützt sehr effektiv gegen die Erkrankung und ist sehr gut verträglich. Um einen genügenden Impfschutz zu errreichen, sind insgesamt 3 Impfungen notwendig.

Weiterführende Informationen

Weiterführende Informationen finden Sie unter www.bag.admin.ch.

Quellen: BAG, Impfratgeber (André Schmutz, Monika Joos, Ulrich Heiniger, 5. Auflage)

Dr. med. Andreas Graf, Arzt in Ruswil, Nov 2016

ByDr. med. A. Graf

Ozon

Land stärker belastet

Mit dem Ansteigen der Temperatur im Frühling und Sommer kommt es zu einer Zunahme der Ozonbelastung am Boden. Ozon ist ein normaler Bestandteil der Atmosphäre und schützt in höheren Schichten vor der schädlichen UV-Strahlung der Sonne. In tieferen Luftschichten aber gefährdet es den Menschen und seine Umwelt. Ozon entsteht bei Sonnenlicht aus Schadstoffen, die im Verkehr, in der Industrie und in den Haushalten anfallen. Dabei kommt den Abgasen des Motorfahrzeugverkehrs die grösste Bedeutung zu. Die Schadstoffe werden somit vor allem in städtischen Regionen gebildet. Paradoxerweise misst man auf dem Lande aber oftmals höhere Ozonwerte, da das Ozon dort weniger rasch wieder abgebaut wird.

Atemwegserkrankungen

Hohe Ozonbelastungen können die Atemwege empfindlicher Menschen beeinträchtigen und schädigen. Die Leistungsfähigkeit der Lunge wird gestört, Nase und Hals werden gereizt und Asthmaanfälle können auftreten.

Sport am Morgen

Da am Morgen die Ozonwerte am tiefsten sind, empfiehlt es sich, körperliche Anstrengungen wie Joggen, Fahrradfahren, Gartenarbeiten etc auf den Vormittag zu verlegen.

Weiterführende Informationen

Weiterführende Informationen finden Sie auf www.ozon-info.ch und auf der Website der Lungenliga.

Dr. med. Andreas Graf, Arzt in Ruswil, Nov 2016

ByDr. med. A. Graf

Zecken

Winter vorbei – Zeckenzeit

Mit den ersten wärmenden Sonnenstrahlen im Frühling beginnt wieder die aktive Zeit der Zecken. Das Risiko von einer Zecke gebissen zu werden besteht vor allem in den Monaten März bis Oktober. Während diesen Monaten sehen wir in unserer Arztpraxis in Ruswil regelmässig Personen mit Zeckenbissen.
Zecken gehören zu den Spinnentieren und leben mit Vorliebe im hohen Gras, an Waldrändern, in Waldlichtungen sowie in Gärten. Sie mögen eine hohe Luftfeuchtigkeit und relativ warme Temperaturen. In Höhen oberhalb von 1000 Metern kommen keine Zecken mehr vor. Die bekanntesten von Zecken übertragen Krankheiten sind die FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) und die Borreliose.

FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis)

Die FSME ist eine Erkrankung des zentralen Nervensystems (ZNS) und wird durch das FSME-Virus verursacht. Personengruppen mit einem erhöhten Risiko an einer FSME zu erkranken sind Förster, Jäger, Wald- und Landarbeiter und alle Personen, welche sich oft in Risikogebieten aufhalten. In Risikogebieten sind bis zu 5% aller Zecken FSME-infiziert. Da es gegen die FSME keine Therapie gibt, ist es sinnvoll, sich präventiv gegen diese Krankheit impfen zu lassen.

Borreliose

Die Borreliose wird von dem Bakterium Borrelia burgdorferi ausgelöst und ist die häufigste durch Zecken übertragbare Erkrankung in der Schweiz. Die Borreliose kommt in der gesamten Schweiz vor. Mittlerweile ist etwa jede dritte Zecke Trägerin von Borrelia burgdorferi. Hier ist eine frühzeitige Diagnosestellung wichtig, da eine Infektion im Frühstadium gut antibiotisch behandelt werden kann. Gegen die Borreliose existiert keine Impfung.

Weiterführende Informationen

Weiterführende Informationen, insbesondere auch eine aktuelle Endemiekarte finden Sie auf www.zecken-info.ch.

Dr. med. Andreas Graf, Arzt in Ruswil, Nov 2016

ByDr. med. A. Graf

Demenz

Ursachen

Bei der Entwicklung einer Demenz sind verschiedene Ursachen bekannt. Als wesentlicher Faktor gilt das Alter. So verdoppelt sich nach dem 65. Altersjahr die Anzahl Erkrankter alle fünf Jahre. Als Risikofaktoren gelten Schädelverletzungen in früheren Jahren und Krankheiten, welche die Durchblutung des Gehirns beeinträchtigen (hoher Blutdruck, Diabetes mellitus, Übergewicht, Fettstoffwechselstörungen, Rauchen), zudem sind familiäre, erbliche Formen bekannt. Die Bezeichnung Demenz ist ein Oberbegriff für verschiedene Krankheiten, welche mit einem Verlust des Erinnerungsvermögens und anderen Funktionsstörungen des Gehirns einhergehen. Die Betroffenen verlieren mit der Zeit zunehmend ihre Selbstständigkeit und sind immer mehr auf Hilfe anderer Personen angewiesen.

Prävention

Präventive Massnahmen einer möglichen Demenzentwicklung entgegenzuwirken sind:

  • nicht rauchen
  • Kopf vor Verletzungen und Schlägen schützen (Helm tragen)
  • Gesunde Ernährung (abwechslungsreiche, ausgewogene fettarme Kost mit viel Gemüse, Früchten, Nüssen und Fisch)
  • Gehirn trainieren (Denksportaufgaben, Gesellschaftsspiele, z.B. Jassen, Musizieren, Tanzen, neue Sprache lernen)
  • Bewegung
  • Sozialleben pflegen

Wann ist eine Abklärung sinnvoll

Eine Abklärung ist dann angezeigt, wenn sich Gedächtnisprobleme häufen und andere Störungen der geistigen Funktionen auftreten, zum Beispiel wenn man sich in bekannter Umgebung verirrt, wenn man nicht mehr weiss, wie alt man ist, wenn immer wieder Verabredungen vergessen werden oder wenn konkrete Ausdrücke für etwas nicht mehr gefunden werden. (Quelle auszugsweise: Memory Clinic Sursee)

Abklärung

Die erste Anlaufstelle ist in der Regel der Hausarzt oder die Hausärztin. Mit einfach durchzuführenden Tests und Laboranalysen erfolgt in der Hausarztpraxis in der Regel eine erste Standortbestimmung. Erhärtet sich die Verdachtsdiagnose einer Demenz, sollten weitere Untersuchungen an einer Fachklinik, zB. sie Memory Clinic in Sursee stattfinden (Adresse siehe unten).

Adressen, Telefonnummern und Links

Infostelle Demenz
Tel 041 210 82 82
www.alz.ch/lu
Schweizerische Alzheimervereinigung
Tel 024 426 06 06
www.alz.ch
Luzerner Psychiatrie, Memory Clinic Sursee
Tel 041 925 06 20
www.lups.ch
Schweizerisches Rotes Kreuz Luzern
Tel 0842 49 49 49
www.srk-luzern.ch
Der rote Faden
Tel 041 240 70 44
www.derrotefaden.ch

Quelle und Literatur

Diagnose Demenz – Ratgeber für Betroffene und Angehörige
Herausgeberin: Schweizerische Alzheimervereinigung Luzern, Büttenhalde 32, 6006 Luzern
Tel 041 372 12 14 – www.alz.ch/lu
ISBN 978-3-033-03469-3

Dr. med. Andreas Graf, Arzt in Ruswil, Nov 2016

ByDr. med. A. Graf

Reisemedizin

Wenn die Ferne ruft

Reisen in ferne Länder sind abhängig von der Desti­nation, der Reise­dauer und des Reise­stils in unterschiedlichem Masse mit Gesundheits­risiken behaftet. So sind die Risiken und die präventiven Mass­nahmen für jeden Reisenden individuell abzuschätzen. Insbesondere bei Reisen in tropische Länder lohnt sich eine rechtzeitige Besprechung und gute Impf­planung unbedingt. Diese erfolgt idealerweise 3 – 6 Monate vor Reise­beginn. Für eine optimale reise­medizinische Beratung in unserer Praxis benötigen wir Ihren Impf­ausweis, Angaben zum Reise­zeit­punkt, Reise­stil und zur Reise­route.

Mitbringen zur Beratung

  • Impfausweis
  • genauer Reiseplan (Reisedaten, Reiseroute etc )

Reiseapotheke

Der Umfang der Reiesapotheke richtet sich nach der Reiseart, der Reisedauer und der Reisedestination. Dazu kommen die persönlich benötigten Medikamente.
Grundsätzlich sind je nach Destination folgende Medikamente empfehlenswert:

  • Medikament gegen Schmerz- und Fieber
  • Medikament gegen Durchfall
  • Malariaprophylaxe oder die Malaria Notfallselbsttherapie
  • Medikament und Gel gegen Insektenstiche
  • Allergienotfallmedikamente
  • persönlich benötigte Medikamente
  • Mückenschutzmittel
  • Sonnenschutzmittel
  • Schere und Pinzette
  • Verbandmaterial
  • Desinfektionsmittel

Weiterführende Informationen

Unter www.safetravel.ch finden Sie immer aktuelle reisemedizinische Informationen.

Dr. med. Andreas Graf, Arzt in Ruswil, Sept 2016

ByDr. med. A. Graf

Vitamin D

Das Bundesamt für Gesundheit BAG empfiehlt Erwachsenen vor allem im Winter sowie älteren Menschen und bei Kleinkindern ganzjährig auf eine ausreichende Vitamin D-Zufuhr zu achten.

Das fettlösliche Vitamin D wird durch Sonneneinstrahlung in der menschlichen Haut gebildet. Es fördert die Aufnahme von Calcium im Darm sowie dessen Einlagerung in die Knochen, was für eine gesunde Knochen- und Zahnbildung notwendig ist. Eine Vitamin D-Unterversorgung kann unter anderem zu einer ungenügenden Knochenbildung führen und die Entstehung von Osteoporose begünstigen.

In den Wintermonaten (Dezember bis März) kommt es aufgrund der geringeren Sonneneinstrahlung bei mehr als 60 Prozent zu einem Vitamin-D-Mangel. Bei 3 bis 60 Jährigen wird deshalb empfohlen, spezielle während den Wintermonaten auf eine genügende Vitamin D-Zufuhr zu achten. Das bedingt einen vermehrten Verzehr von Vitamin-D-reichen Lebensmitteln wie beispielsweise Lachs oder Eier sowie mit Vitamin D angereicherten Nahrungsmitteln oder die Einnahme von Vitamin-D Supplemente.

Bei Kleinkindern, älteren Personen sowie Schwangeren und Stillenden sind zusätzliche Massnahmen zu beachten: Bei Kindern bis zum dritten Geburtstag werden Vitamin D-Supplemente während des ganzen Jahres empfohlen. Bei älteren Menschen, Schwangeren und Stillenden ist es wichtig, in Rücksprache mit dem Arzt abzuklären, ob Vitamin D-Supplemente notwendig ist.

Quelle: www.bag.admin.ch („Vitamin-D-Versorgung der Bevölkerung: Neue Empfehlungen des BAG“, Juni 2012)

Dr. med. Andreas Graf, Arzt in Ruswil, Nov 2016