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VonA. Graf

Eisenmangel

Müdigkeit

Eisenmangel ist ein sehr häufiges Problem in der hausärztlichen Praxis und manifestiert sich häufig durch Müdigkeit, verminderte Leistungsfähigkeit, Antriebslosigkeit, Haarausfall bis zu Atemnot mit Herzklopfen, Schwindelgefühl und Kreislaufproblemen.
Ein Eisenmangel oder eine Eisenmangelanämie sollte man grundsätzlich abklären lassen, da diese auch Ausdruck einer schwerwiegenden Erkrankung sein kann (Checkup). Auf Grund der Anamnese, einer körperlichen Untersuchung und mit einfachen Blutanalysen kann der Arzt die richtige Diagnose stellen.

Ursachen

Gründe für einen Eisenmangel sind eine zu geringe Zufuhr, Aufnahmestörung im Darm oder ein erhöhter Eisenverlust, typischerweise bei Frauen im Menstruationsalter oder Patienten mit chronischen Darmleiden. Der Eisenbedarf ist erhöht bei Kindern und Jugendlichen, sowie bei schwangeren und stillenden Frauen.

Therapie

Die Korrektur des Eisenmangels erfolgt entweder durch Tabletten oder als Kurzinfusion direkt in die Vene. Therapie der Wahl ist in der Regel die kostengünstige Therapie in Tablettenform, dies obwohl der Wirkungseintritt gegenüber der intravenösen Gabe verzögert ist. Die intravenöse Therapie wird dann eingesetzt, wenn wegen Nebenwirkungen oder Unverträglichkeit eine Tablettentherapie nicht möglich ist, bei gestörter Aufnahme des Eisens im Darm oder bei einer sehr ausgeprägten Eisenmangelanämie.

Gute Eisenlieferanten

  • Fleisch (rotes Muskelfleisch hat am meisten Eisen)
  • Hülsenfrüchte (Sojabohnen, Linsen, Kichererbsen)
  • Nüsse und Samen (Pistazien, Mandeln, Haselnüsse, Sonnenblumenkerne, Leinsamen)
  • Getreideprodukte (v.a. Vollkorn)
  • Gemüse und Kräuter (Petersilie, Brunnenkresse, Löwenzahn, Zwiebeln, Spinat, Schwarzwurzel)

Weiterführende Informationen

Weiterführende Informationen finden Sie unter www.eisenmangel.ch.

Dr. med. Andreas Graf, Arzt in Ruswil, Nov 2016

VonA. Graf

Checkup

Allgemeines

Checkup-Untersuchung sollten je nach persönlichem Risikoprofil in regelmässigen Abständen durchgeführt werden. Ziel ist es, gesundheitliche Probleme und Risikofaktoren frühzeitig zu erkennen. Die Untersuchung wird der Fragestellung, dem Alter des Patienten und dem Risikoprofil angepasst. So erfolgt in unserer Praxis nebst der Befragung eine körperlichen Untersuchung sowie eine Blut- und Urinanalyse. Weitere diagnostische Untersuchung wie EKG, Lungenfunktion oder Röntgen ergänzen die Checkup-Untersuchung.

Blutdruck

Kontrollmessungen sind ab dem 20. Altersjahr alle drei bis fünf Jahre sinnvoll. Bei Risikopatienten (Übergewicht, Diabetes mellitus, etc) sind strengere ärztliche Kontrollen empfohlen. Erhöhter Blutdruck gilt als einer der wesentlichsten Risikofaktoren für Herz-Kreislauferkrankungen. Die Blutdruckmessung gehört in jeder Arztpraxis zu den Basisuntersuchungen.

Cholesterin

Nebst dem erhöhten Blutdruck gilt auch das erhöhte Cholesterin als wesentlicher Risikofaktor für Herz-Kreislauferkrankungen. Kontrollen werde für gesunde Männer ab 35 bis 65 Jahre alle 5 Jahre empfohlen, gesunde Frauen ab 45 bis 65 Jahre alle 5 Jahre. Bei erhöhtem Risiko (Familienangehörige mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder erhöhtem Cholesterin, sowie Diabetiker) sind engmaschigere Kontrollen bereits ab dem 20. Altersjahr empfohlen.

Blutzucker

Drei bis vier Prozent der Schweizerinnen und Schweizer sind zuckerkrank. Viele davon wissen es nicht, da man die Krankheit lange nicht bemerkt. Erkennt man diese Krankheit frühzeitig, können Schäden an den Augen, den Blutgefässen und am Herz verhindert werden. Gesunde Menschen sollten sich den Blutzucker ab 45 alle 3 Jahre messen lassen. Risikopatienten (Diabetes vorkommend in der Familie, Übergewicht, hoher Blutdruck, erhöhtes Cholesterin) sollten sich den Blutzucker in Absprache mit dem Arzt engmaschiger bestimmen lassen.

Hautkrebs

Bei häufiger Sonnenbestrahlung, bei Vorkommen von Hautkrebs in der Familie, bei besonders heller Haut oder sehr vielen Pigmentflecken (Muttermale) sollte man sich ab 35 Jahre alle ein bis drei Jahre vom Arzt untersuchen lassen. Insbesondere bei Hautveränderungen am Rücken, welche selber sehr schlecht kontrolliert werden können, lohnt sich eine Kontrolle und Untersuchung in einer ärztlichen Praxis.

Dickdarmkrebs

Wenn Dickdarmkrebs in der Familie vorkommt, eine chronische Darmerkrankung vorliegt oder wenn schon einmal Darmpolypen festgestellt wurden, wird eine Dickdarmspiegelung je nach Risiko alle zwei bis fünf Jahre empfohlen. Generell ab 50 wird eine Untersuchung auf mikroskopisch vorhandenes Blut im Stuhl empfohlen. Die Analyse dieses sehr einfachen und kostengünstigen Test können wir in unserer Praxis durchführen. Es braucht hierfür lediglich 3 Stuhlproben, die Sie uns in Spezialröhrchen zurückbringen. Je nach Risiko sollte dieser Test alle zwei bis fünf Jahre wiederholt werden.

Gebärmutterhalskrebs-Abstrich

Empfohlen sind regelmässige Abstriche ab dem geschlechtsreifen Alter, je nach Befund alle ein bis drei Jahre. Diese regelmässig durchgeführten Kontrollen sind sehr effektiv und können das Risiko, an einen Gebärmutterhalskrebs zu sterben erheblich senken.

Brustkrebs

Eine Kontrolle bei gesunden Frauen empfielt sich zwischen 50 und 69 Jahre alle zwei Jahre. Für Frauen ab 40, deren Schwester oder Mutter an Brustkrebs erkrankt ist, sollte das Kontrollintervall in Absprache mit dem Arzt festgelegt werden.

Augenkontrolle

Jährliche Kontrollen beim Augenarzt sind empfohlen bei Risikopatienten (Diabetes, grüner Star in der Familie, erhöhtem Blutdruck oder bei schwerer Kurzsichtigkeit). Regelmässige Kontrollen sind sinnvoll ab dem 50 Altersjahr, unter anderem um eine senile Makuladegeneration rechtzeitig erkennen zu können. Mit dem Amsler-Gitter können Sie einfach einen Selbsttest durchführen.

Dr. med. Andreas Graf, Arzt in Ruswil, Nov 2016

VonA. Graf

Patientenverfügung

Was gilt es zu beachten

Haben Sie sich auch schon einmal Gedanken darüber gemacht, welche medizinischen Massnahmen Sie möchten oder eben nicht möchten, wenn Sie infolge Unfall oder Krankheit nicht mehr selber entscheiden können? Mit einer Patientenverfügung sorgen Sie vor und halten im Voraus fest, welchen medizinischen Massnahmen Sie zustimmen und welche Sie ablehnen. Patientenverfügungen sind für die Angehörigen und die behandelnden Ärzte/innen sehr hilfreich, wenn es darum geht, über den Einsatz von medizinischen Massnahmen zu entscheiden. Fragen Sie uns, wir beraten Sie gerne.

  • Grundsätzlich kann jede urteilsfähige Person eine Patientenverfügung verfassen
  • Mit Ihrer Patientenverfügung halten Sie fest, welchen medizinischen Massnahmen Sie im Falle ihrer Urteilsunfähigkeit zustimmen oder nicht
  • Je klarer Ihre Patientenverfügung ist, desto weniger Auslegungsprobleme ergeben sich
  • Beim Verfassen der Patientenverfügung ist ein Beratungsgespräch bei Ihrem Hauarzt eine hilfreiche Unterstützung und deshalb empfehlenswert
  • Bei der Patientenverfügung können Sie Vertrauensperson(en) einsetzen
  • Die Patientenverfügung kann ihren Zweck nur erfüllen, wenn sie im Bedarfsfall auch wirklich verfügbar ist. Informieren Sie deshalb unbedingt Ihre Vertrauensperson(en), wo Sie Ihre Patientenverfügung aufbewahren
  • Übergeben Sie Ihrem Hausarzt und Ihrer Vertrauensperson je eine Kopie der Patientenverfügung
  • Machen Sie in Ihrem Portemonnaie einen Vermerk mit einem Hinweis auf Ihre Patientenverfügung, deren Aufbewahrungsort und die Adresse der Vertrauensperson(en) und des Hausarztes

(Quelle: Patientenverfügung FMH, SAMW)

Patientenverfügung

Die FMH und SAMW stellen kostenlos Patientenverfügungen in zwei Versionen zur Verfügung.

Dr. med. Andreas Graf, Arzt in Ruswil, Nov 2016

VonA. Graf

Rauchen stopp

Raucherentwöhnungsmedikament Champix auf der Spezialitätenliste

Das Bundes­amt für Gesund­heit (BAG) hat das Rau­cher­ent­wöhnungs­medikament Champix auf die Spezialitäten­liste aufgenommen. Seit dem 1. Juli 2013 wird dieses Medikament somit von der obligatorischen Kranken­pflege­versicherung vergütet, allerding nur unter Bedingungen.

Die Therapie wird für Patientinnen und Patienten ab 18 Jahren während 12 Wochen vergütet. Notwendig ist eine Beratung und Unter­stützung durch einen Arzt oder eine Ärztin und das Ausfüllen des Fagerstroem Formulars. Die Patientinnen und Patienten müssen starke oder sehr starke Raucher/innen sein und/oder bereits an einer Folge­krankheit des Rauchens leiden.

Die Therapie kann frühestens nach eineinhalb Jahren wiederholt werden. Champix sollte nicht während der Schwanger­schaft angewendet werden.

Wirkmechanismus und Nebenwirkungen

Das Medikament Champix ist verschreibungspflichtig. Der Wirkmechanismus des Medikaments beruht auf der Stimulation der Nikotinrezeptoren. Einerseits werden damit Entzugs­symptome gedämpft und das Verlangen gemildert, andererseits werden die Rezeptoren blockiert und können durch Nikotin nicht mehr weiter stimuliert werden. Die häufigsten Neben­wirkungen von Champix sind Übelkeit und Schlaf­störungen. Ebenfalls beschrieben werden Depressionen.

Quellen: BAG, Lunge Zürich

Dr. med. Andreas Graf, Arzt in Ruswil, Sept 2016